Tag 14 - Newcastle upon Tyne
Heute: 107km, 680Hm
Total: 1107km, 6080Hm
Das Frühstücksbüffet ist wie erwartet reichhaltig, aber die Sonne scheint und die Stimmung gut! Und ja, das sind Schokokekse.Ich habe heute wieder kurze Sachen an, die einzigen Nachwehen vom Regen sind die Lacken und gatschigen Wege.
Das Ziel für heute ist Newcastle upon Tyne, hier kann man von Deutschland mit der Fähre herfahren, ein guter Ausgangspunkt für einen Schottlandurlaub. Dort nehme ich mir ein günstiges Hostel in der Stadt, weil Campingplätze gibt es kaum, und wenn dann nur für Caravans oder in gemieteten Häuschen, und außerdem muss ich Wäsche waschen. Heute habe ich schon ein recycletes Paar Socken an.
Fast den ganzen Tag fahre ich auf Radwegen, eine angenehme Veränderung zu den Landstraßen im Süden. Gebaut wurde nämlich nichts Neues bei der Eröffnung der Radwege, es wurde sich nur eine Route überlegt und beschildert, und das merkt man auch. Aber man kommt dafür an Attraktionen wie diesem Sommer-Skilift vorbei:
Mein erster Stopp bringt mich nach Seaham am Meer, das letzte Stück Radweg ist gerade, mit gutem Belag, es geht leicht bergab und ich habe Rückenwind. So düse ich mit stetig über 30 und manchmal fast 50km/h dahin. Unten gibt es dann Mittagessen auf einer Bank mit Blick aufs Meer, meine Gaskartusche ist nach zwei Wochen fast leer, da muss ich morgen auch eine neue besorgen. Dann habe ich die Wahl zwischen der großen Straße am Meer oder dem Radweg mit Umweg durchs Inland. Ich wähle den Radweg, doch am Hügel angekommen, von wo wieder ein gerader Radweg ans Meer führen wurde, wird genau dieser für 8 Wochen neu geteert. Also heißt es Feldwege und querfeldein einen Weg zurück suchen. Es folgen sehr angenehme Radwege am Meer, mit Blick auf Strand, Klippen und das typische Gras. Bei der Mündung des Flusses Tyne muss ich auf die Fähre zum Übersetzen warten, dann geht es nach Newcastle. Die Stadt ist ein ziemlicher Umweg von insgesamt 30km, denn der Radweg führt an der Küste weiter. Aber ich wollte im Hostel schlafen und mir auch die Stadt ein bisschen ansehen. Es geht entlang des ehemaligen Hadrianswalls in die Stadt, die fühlt sich erhaben und irgendwie altehrwürdig an. Im Hostel kann ich zum Glück Wäsche waschen (nur hat die Dame vor mir den Eco Waschgang gewählt, und der dauert und dauert...) mit einer Packung frisch gekauften Waschpulvers. Tipp: ein paar abgepackte Tabs mitnehmen, es gibts fast nie welche. Überhaupt bin ich begeistert, für 16€ bekomme ich so viel mehr als gestern, eine nette Rezeptionistin, einen eigenen Raum für mein Rad, saubere Duschen und Klos und sogar die Waschküche! Nach den über 100 statt der geplanten 80km bin ich ziemlich erschöpft, aber auch froh hier zu sein!
Bravo... Alles gut und wieder sauber....
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