Tag 28 - Leben am Flughafen
Ich finde gegen Mitternacht einen Bereich bei den Security Schaltern wo schon ein paar Leute auf Matratzen liegen. Am Ende sind wir zu fünft und versuchen eine Mütze Schlaf zu holen. Um halb 4 kommt aber die Security und vertreibt uns, denn bald beginnt der Check-in für die ersten Flüge. Wir verschieben unser Lager unter die Rolltreppen, doch eine Stunde später werden wir auch hier sehr freundlich aufgefordert zu gehen. Mittlerweile bin ich seit acht Stunden hier, und in acht Stunden geht mein Flug! Ich gehe in ein Cafe und hole mir ein Pseudogetränk, und mich dort in einen halbwegs bequemen Sessel zu setzen. Bis 7 versuche ich dort noch die Augen zuzukriegen, doch vergebens. Ich treibe mich also herum, und vertreibe mir die Zeit. Irgendwann beginne ich draußen meine Sachen ordentlich zu packen, und auf den Fahrradkarton und meine Taschen aufzuteilen. Dabei geht eine Rolle Frischhaltefolie und eine Rolle Klebeband drauf, aber es wirkt halbwegs sicher!
Es geht los! Das heißt: eine Stunde bei der Gepäckaufgabe stehen. Ich habe zwischendurch Angst, dass mein Fahrradkarton zu schwer ist, und ich etwas draufzahlen muss. Denn ich habe alles hineingestopft was nur geht.
Die Dame bei der Gepäckannahme: "Ist der Karton schwer?"
"Naja, also ich kann ihn heben."
Sie hebt ein Ende hoch und meint nur "Ach das geht schon!"
Zu meiner Erleichterung werden auch Rad und Taschen direkt nach Wien geschickt, ich hatte schon Angst, dass ich in Köln beim Umstieg aus- und wieder einchecken muss. Aus dem Fenster im Flugzeug schaue ich dann den Gepäckeinladern zu, eine stumme Komödie. Denn sie sind offenbar auf der Jagd nach einem Koffer. Nach einigem hin und her finden sie ihn dann auch im Bauch des Flugzeugs wieder. Der Flug nach Köln verläuft ansonsten problemlos, ich verschlafe den Großteil davon. In Köln stehe ich dann eine Stunde bei der Sicherheitskontrolle an, zum Glück habe ich genug Pufferzeit!
Der Flug nach Wien startet eine halbe Stunde verspätet, bis wir in Wien landen ist es eine ganze Stunde. Denn nach Tulln und Wien fliegen wir bis zum Neusiedlersee und drehen dort um, dafür habe ich einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang. In Wien holt mich dann meine Freundin vom Flughafen ab, und gemeinsam bringen wir das ganze Gepäck mit dem Zug bis nach Linz. Als ich Zuhause ankomme ist es Mitternacht.
Ich kann es noch nicht ganz fassen, dass ich es heimgeschafft habe. Unglaublich müde, ich freue mich sehr auf mein eigenes Bett! Morgen wird ordentlich ausgeschlafen. Was für ein Abenteuer und eine unvergessliche Reise.
Ich möchte mich an der Stelle für all die fleißigen Leser und Leserinnen und auch für all die Kommentare bedanken! Schön, dass ihr auf meinem Abenteuer dabei wart! Fast 2400 Aufrufe hat mein Blog (Stand 15.08.22), also wieder alle Erwartungen gesprengt!
So cool! Es war so spannend, via Blog dabei zu sein! Danke dir dafür! Lg Friedrun
AntwortenLöschenCongratulitions Vali. Tough guy! Dad
AntwortenLöschenDanke dir, Valentin, fürs uns "faule" Leute Am-Laufenden-Halten. Was du geschaffst hast, gratuliere! G.
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